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Alpenzoo trägt zum internationalen Artenschutz bei: Erfolgreiche Auswilderungen von Moorenten und Elchen

Der Alpenzoo freut sich über gleich zwei bedeutende Erfolge im internationalen Artenschutz: Sowohl bei der Wiederansiedlung von Elchen in Rumänien als auch bei der Bestandsstützung der stark gefährdeten Moorente in Polen leistet der Zoo einen wichtigen Beitrag zum Erhalt bedrohter Tierarten.

Alpenzoo-Nachwuchs unterstützt Elch-Rückkehr nach Rumänien

Ein Enkelkind des ehemaligen Elch-Zuchtpaares Ronja und Luke aus dem Alpenzoo ist Teil eines Wiederansiedlungsprojekts im Naturpark Vânători Neamț. Gemeinsam mit drei weiteren Elchen wurde das Tier im Mai in das Schutzgebiet gebracht, wo die Art nach mehr als 200 Jahren wieder heimisch werden soll.

Die Elche verbrachten zunächst 30 Tage in Quarantäne, bevor sie schrittweise an ihr neues Lebensumfeld gewöhnt werden. Ziel des Projekts ist es, langfristig eine stabile Elchpopulation aufzubauen und damit nicht nur die Biodiversität zu fördern, sondern auch nachhaltigen Naturtourismus in der Region zu stärken.

Dass nun bereits Nachkommen ehemaliger Alpenzoo-Tiere zur Wiederansiedlung einer ausgestorbenen Population beitragen, unterstreicht den langfristigen Wert koordinierter Zuchtprogramme europäischer Zoos.

Alpenzoo-Moorenten stärken bedrohten Bestand in Polen

Auch die stark gefährdete Moorente profitiert von der engen Zusammenarbeit europäischer Zoos und Naturschutzorganisationen. Insgesamt 45 Moorenten wurden im Rahmen eines vom Zoo Poznań koordinierten Artenschutzprojekts vor wenigen Wochen an den Militzer Teichen im Barycz-Tal in Polen ausgewildert. Unter ihnen befinden sich auch drei Weibchen aus dem Alpenzoo.

Mit der Auswilderung soll der stark zurückgegangene Moorentenbestand in Polen gestärkt werden. Die Hoffnung der Projektpartner ist, dass sich in den wertvollen Feuchtgebieten des Barycz-Tals neue Brutpaare bilden. Zwar ziehen die Enten im Winter in wärmere Regionen, doch besteht die Chance, dass einige von ihnen im kommenden Frühjahr an die Militzer Teiche zurückkehren und damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer stabileren Moorenten-Wildpopulation leisten.

Artenschutz kennt keine Grenzen

„Beide Projekte zeigen eindrucksvoll, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit im modernen Artenschutz ist. Der Alpenzoo engagiert sich seit vielen Jahren in europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und trägt damit dazu bei, bedrohte Tierarten nicht nur in menschlicher Obhut zu erhalten, sondern ihnen langfristig auch wieder eine Zukunft in ihren natürlichen Lebensräumen zu ermöglichen“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. „Weitere Infos über die Arbeit im Artenschutz des Alpenzoos erhalten Besucherinnen und Besucher in unserem kürzlich errichteten Artenschutz-Pavillon.“

Die aktuellen Erfolge in Rumänien und Polen sind ein schönes Beispiel dafür, wie die Arbeit im Zoo weit über dessen Grenzen hinaus wirkt – und einen konkreten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa leistet.

Elch Bild: Gheorghe Popa
Moorenten Bild: Podgorz

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