29. Januar 2026 – Der Alpenzoo Innsbruck beteiligt sich gemeinsam mit dem Tierpark Berlin und dem WWF an der bislang größten Wisent-Umsiedlung in den Kaukasus seit Projektbeginn. Gemeinsam mit weiteren Wisenten aus anderen zoologischen Gärten wurde die Wisentkuh Ina im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts Return of the European Bison to the Caucasus in den Shadagh-Nationalpark in Aserbaidschan überführt.
Ina wurde 2022 im Alpenzoo geboren und wuchs dort in der Wisentherde auf. „Sie ist besonders durch ihr forsches und selbstbewusstes Verhalten aufgefallen. Es freut uns ganz besonders, sie nun in ein Leben in der Wildnis zu entlassen – und damit zum Erhalt ihrer ganzen Art beizutragen. Dem Alpenzoo sind Auswilderungsprojekte ein zentrales Anliegen, da moderne Zoos nicht nur Orte der Bildung und Forschung sind, sondern auch eine aktive Rolle im Artenschutz übernehmen”, sagt Dr. Andre Stadler, Direktor des Alpenzoo, “Der Nationalpark ist wirklich beeindruckend und fast so groß wie Tirol. Im vergangenen Jahr durfte ich mir bei meinem Besuch des Projektes selbst ein Bild davon vor Ort machen“. Im Sommer 2024 übersiedelte Ina in den Tierpark Berlin, wo sie gemeinsam mit weiteren Tieren auf die Auswilderung vorbereitet wurde. In dieser Zeit wurde sie behutsam in die künftige Herde integriert, medizinisch betreut und auf den Transport sowie das Leben in der Wildnis vorbereitet.
Das Wisent war in den 1920er Jahren aus der Wildniss verschwunden und überlebte nur mit Hilfe von zoologischen Einrichtungen. Ziel des internationalen Projekts ist es, Wisente, die überwiegend in solchen Einrichtungen geboren wurden, wieder dauerhaft in ihrem historischen Lebensraum im Kaukasus anzusiedeln. Die Auswahl der Tiere erfolgt über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) nach strengen genetischen und veterinärmedizinischen Kriterien.
Der anspruchsvolle Transport per Frachtflugzeug und LKW wurde von erfahrenen ExpertInnenbegleitet, bis die Tiere sicher im Shadagh-Nationalpark an lokale RangerInnen und Fachkräfte übergeben wurden. Dort werden sie langfristig betreut und wissenschaftlich überwacht, unter anderem mit GPS-Halsbandsendern.
Im Download Link finden Sie Bilder vom Tierpark Berlin und von der Ankunft in Aserbaidschan (WWF).
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